27.12.2018

22.000 Abtreibungen - Dann kam 'ein Blitz des Himmels'

In den USA startet 2019 der Pro-Life-Film "Unplanned". Ashley Bratcher, die Hauptdarstellerin, des Films erzählte bei einem sehr emotionalen Interview des US-Senders FoxNews, was der Film bei ihr persönlich ausgelöst hat

Im US-Film "Unplanned" geht es um ungewollte Schwangerschaften und das heiße Thema 'Abtreibung'. Wenige Tage vor Weihnachten hat sich Ashley Bratcher, die Hauptdarstellerin, in einem Interview beim US-Sender "FoxNews" zu Wort gemeldet und erzählt, wie sehr sie diese Rolle verändert hat.

Der Film zeigt die Geschichte von Abby Johnson, die als Direktorin einer Abtreibungsklinik von "Planned Parenthood" gearbeitet hatte. 2009 kündigte Johnson ihren Job, nachdem sie via Ultraschall erstmals eine Abtreibung mitverfolgt hatte. In den acht Jahren, die sie bis dahin in der Klinik arbeitete, starben dort 22'000 Ungeborene. Johnson war durch die Bilder der Abtreibung wie vom Blitz getroffen. Sie verliess die Klinik und ist seither in der Pro-Life-Szene in den USA aktiv.

Ashley hatte, als sie sich für die Rolle bewarb, keine Ahnung, wer Abby Johnson war. "Ich bekam nur sechs Seiten Skript. Sechs Seiten, die meine Neugier erweckten. Wie konnte diese unglaubliche Frau eines Tages ihre Meinung so stark abändern? An dieser Geschichte musste mehr dran sein." Als Ashley die Titelrolle bekam, sagte sie: "Ein Feuer wurde in mir angezündet." Für die Schauspielerin war "Abtreibung" schon zuvor kein einfaches Thema. Ihre eigene Mutter hatte mit 16 Jahren eine Abtreibung gehabt, welche ihr viel Schaden zufügte. Drei Jahre später war die Mutter erneut schwanger, diesmal mit Ashley.

"Meine Mutter erzählte mir einmal, dass sie nie wieder eine Abtreibung durchführen könnte." Aus diesem Grunde wagte Ashley es kaum, der eigenen Mutter von der Rolle im Abtreibungsfilm zu erzählen. Schließlich kam es doch zu einem dramatischen und tränenreichen Gespräch. Die Mutter gestand ihrer Tochter: "Ich muss Dir etwas sagen, was ich Dir noch nie zuvor gesagt habe. Ich wollte auch Dich abtreiben lassen." Die schwangere Mutter war damals schon in einer Abtreibungsklinik. Doch auf dem Operationstisch entschied sie sich schliesslich anders. Nun bekannte sie ihrer Tochter: "Ich konnte es nicht. Ich wählte Dich!"

Das Bekenntnis ihrer Mutter erschütterte Ashley zutiefst. Der Vater bestätigte die Geschichte. Er sagte zu ihr: "Dass Du jetzt dort bist und diesen Film drehst, ist ein Beweis, dass Gott real ist und dass er einen Plan für Dein Leben hat." Ashley selbst meinte im Interview mit Fox abschließend: "Ich bin so dankbar, dass Gott mich zu diesem Film gebracht hat ... Ich hoffe, dass eines der Ergebnisse dieser "Zufälle" ist, dass viele den Mut bekommen, den meine Mutter hatte, als sie auf ihr Gewissen hörte ... und sie die Wahl traf, die mir das Leben schenkte."

Für Ashley ist die Botschaft des Filmes ganz klar: "Dieser Film ist ein Aufruf für ganz Amerika. Er soll die Augen öffnen, was Abtreibung wirklich ist."

Quelle: kath.net/rn