08.01.2019

Die Ärzte sagten: «Ihr Ungeborenes hat keine Chance!»

Aaron und Amy Vawter aus Spokane (USA) freuten sich auf ihr zweites Kind. Doch beim routinemässigen Ultraschall in der 20. Schwangerschaftswoche wurden Herzprobleme beim ungeborenen Knaben festgestellt. Er hatte schwere Herzfehler, unter anderem ein hypoplastisches Linksherz-Syndrom (die linke Herzseite ist zu klein, um richtig zu arbeiten). Er hatte Löcher im Herzen, eine unterentwickelte Aorta und einige weitere organische Schädigungen. Zudem litt das Baby am Down-Syndrom.

Beim Arztgespräch stellte der untersuchende Chefarzt klar, dass das Kind nach seiner Geburt mindestens vier grosse Herzoperationen bräuchte... dass aber keines der zehn Babys mit hypoplastischem Linksherz und Down-Syndrom bisher die Operationen überlebt hätte. So rieten die Ärzte Amy: «Sie sind noch jung. Sie können es noch einmal versuchen. Es gibt keinen Grund, Ihnen und Ihrem Körper den Rest dieser Schwangerschaft zuzumuten.» Amy und Aaron sahen sich an: «Nein, das wollen wir nicht. Wir werden uns um dieses Kind kümmern, so lange wir können.» Doch damit war die Diskussion noch nicht vorbei. Als Aaron mit dem älteren Sohn kurz den Raum verlassen musste, bearbeiteten die Ärzte Amy erneut und rieten ihr eindringlich, sich auf keinen Fall von ihrem Mann beeinflussen zu lassen. Jetzt müsse sie an sich selbst denken. «Wir können Sie direkt mit nach oben nehmen zur Abtreibung.» Doch Amy blieb bei ihrem «Nein».

Die nächste Zeit war sehr schwer für Amy und Aaron. «Wir weinten, wir beteten ...  wir fühlten uns, als ob wir unseren Sohn bereits verloren hätten. Doch wir sehnten uns danach, ihn festzuhalten. Wir beteten um ein paar Minuten mit ihm, bevor er sterben würde. Mein Mann meinte: 'Wenn alles, was er jemals erfährt, ist, dass wir ihn lieben, dann ist es genug.' Unsere Freunde und Familie beteten auch für uns, und irgendwie tröstete uns das mitten im Nebel unseres Leides.»

Gott erhörte die Gebete auf wunderbare Weise. Der Junge überstand die Schwangerschaft und erblickte nach einem Kaiserschnitt das Licht der Welt. Seine Eltern nannten ihn Matthew (= Gottesgeschenk). Nun zeigte sich, dass die linke Herzseite und die Aorta praktisch bis auf normale Grösse gewachsen waren. Das bedeutete, dass die Ärzte «nur» noch die beiden Löcher im Herzen schliessen mussten. Weil eine schnelle Operation die Überlebenschancen Matthews jedoch nicht verbessert hätte, gaben ihn die Ärzte seinen Eltern mit nach Hause. Die Ärzte waren noch immer der Ansicht, dass er die ersten Wochen nicht überleben würde.

Doch Matthew lebte weiter. Nach acht Monaten brachten Amy und Aaron ihren Sohn schliesslich für die OP-Voruntersuchung ins Krankenhaus. Dabei stellte sich heraus, dass eines der Löcher inzwischen von alleine zugewachsen war. Es war nur noch eine Operation nötig, die erfolgreich verlief. Schon nach vier Tagen im Krankenhaus konnten Amy und Aaron ihren Sohn wieder nach Hause nehmen, wo er noch aktiver war als zuvor.

Heute ist Matthew 11 Jahre alt. Mutter Amy beschreibt ihn so:  «Er liebt Bücher, alle Tiere, Autos und vor allem Lastwagen. Er reitet gern und kümmert sich um seine kleine Schwester. Er liebt es, beim Abwaschen zu helfen, den Tisch zu decken und anderen zu helfen. Er lernt in seinem eigenen Tempo, aber er spricht immer sicherer.»

Was den Eltern besonders am Herzen liegt, ist eine neue Einschätzung des Down-Syndroms. Immer noch werden sehr viele betroffene Kinder abgetrieben. Amy und Aaron Vawter möchten anderen Eltern die Angst vor dieser Diagnose nehmen: «Es ist sicher nicht das, was Sie sich gewünscht haben, aber es ist trotzdem schön. Es ist nicht immer einfach, aber es ist es wert.»

Quelle: Jesus.ch / LifeSite