19.07.2018

Drohbriefe – die neue linksautonome „Freiheit“?

Zahlreiche Unterzeichner der „Charta fürs Leben“ erhielten in den letzten Tagen unfrankierte Post. Linksautonome Aktivisten bedienten sich der Charta, um anonym gehaltene Briefe zu versenden, in denen den Empfängern diffus formulierte Konsequenzen angedroht werden, falls sie sich weiterhin für den Lebensschutz einsetzen.

Einschüchterungsversuche dieser Art sind nicht neu: In Bern hat die Kapo Ermittlungen aufgenommen nach einem Internet-Aufruf zu Sachbeschädigungen gegenüber den mittragenden Organisationen.

Deutlich wird durch solche Aktion einmal mehr: Die Bemühungen, die Schattenseite der Abtreibungsthematik unter Verschluss zu halten, sind gross. Jeder einzelne Angriff auf den Marsch fürs Läbe und jede Drohung gegen Personen, die sich für den Schutz von ungeborenen Kindern einsetzen, zeigen letztlich nur die Dringlichkeit des Themas auf. Es ist Zeit, unheilvolle Tabus zu brechen und direkt Betroffene zu Wort kommen zu lassen. Denn Wahrheit hat Befreiungspotenzial! Zudem: Es kann nicht im Interesse tatsächlich liberaler Kreise sein, freie Meinungsäusserung zu verhindern. 

Daniel Regli, der Präsident des Organisationskomitees des „Marsch fürs Läbe‟, schrieb betroffenen Drohbriefempfängern folgende Zeilen: „Als Verantwortliche des Marsches beten wir dafür, dass die forcierten Angriffe zum Segen für den Lebensschutz in der Schweiz werden.“ Das Komitee wird die Verantwortlichen von Medien und Politik dazu aufrufen, sich vehementer dafür einzusetzen, dass die freie Meinungsäusserung für Alle gewährleistet ist.

WICHTIG: die Empfänger des Drohbriefs sind nicht verpflichtet, die fehlende Frankatur zu bezahlen. Die Forderungen der Post sind gegenstandlos. Mehr zu diesem Thema unter: https://www.ktipp.ch/artikel/d/ungenuegend-frankiert-empfaenger-muss-nicht-bezahlen/.

Das OK prüft laufend weitere Schritte und selbstverständlich können Charta-Unterzeichner, wenn sie dies möchten, ihre Namen von der Charta löschen lassen. Andererseits darf man sich auch neu eintragen, um ein Zeichen zu setzen. Denn: Das Leben hat Vortritt, wir bleiben auf Kurs! In diesem Sinne danken wir ausdrücklich allen Unterstützern des Lebensrechtes für Ihren wertvollen Einsatz!

Im Namen des Organisationskomitees

Beatrice Gall, Medienverantwortliche Marsch fürs Läbe