07.07.2018

Gimmas „Wiagalied“ und „das Leiden der Männer“

Ein Schweizer Rapper macht den Mund auf zum Tabuthema. Im Titel „Wiagalied“ beschreibt und beschreit Gimma seinen verzweifelten Kampf um sein Kind, das nicht leben durfte, weil Abtreibung „Frauensache“ ist und Mütter das zweifelhafte Recht haben, alleine über Leben und Tod ihres Kindes zu entscheiden. Schonungslos offen schildert Gimma, was beim Schwangerschaftsabbruch mit seinem ungeborenen Kind geschah und welch tiefe Verzweiflung es in ihm auslöste, dass er es nicht beschützen konnte.

„Ich erinnere mich an das Summen des Motors, das Geräusch vom Absaugen – und dann war alles still. Und man sagte uns: „Wir sind fertig, es war erfolgreich!“ Mit diesen Worten beschreibt ein anderer Mann, wie er die Abtreibung seiner Freundin miterlebt hat. Bis heute gehört dieses Geschehen zum schmerzlichsten Teil seiner Lebensgeschichte. 

Abtreibung betrifft auch Männer. Und es verletzt ihre Herzen ebenso wie die der Frauen. Manche leiden ein Leben lang unter dem Gefühl, versagt zu haben. Oder unter dem Schmerz, dass ein von ihnen zutiefst erwünschtes Kind niemals das Wort „Papa“ aussprechen wird. Dass immer mehr dieser „verhinderten“ Väter sich zu Wort melden, ist ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zur Überwindung der zutiefst rückschrittlichen „Kultur des Todes“. Männer als Lebensschützer? Im Zeitalter der Gleichberechtigung eine absolute Selbstverständlichkeit!