01.08.2018

Schweizer Werte für Kinder

Kindern wird in der Schweizer Bundesverfassung wie allen anderen Menschen ein hoher Schutz und hohe Wertschätzung entgegengebracht. Zum Nationalfeiertag am 1. August rufen wir vom Marsch fürs Läbe in Erinnerung, dass die Bundesverfassung ungeborene Kinder von diesem Schutz nicht ausschliesst.

Die Stärke des Volkes sich misst gemäss der Präambel der Schweizer Bundeverfassung am Wohl der Schwachen. Ganz im Sinne der international verbrieften Menschenrechte hält die Bundesverfassung weiter fest: „Die Würde des Menschen ist zu achten und zu schützen“ und „alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“. Es darf niemand „diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts, des Alters, […] oder wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung“. Denn „jeder Mensch hat das Recht auf Leben“, auch auf „ auf körperliche und geistige Unversehrtheit“. So haben Kinder und Jugendliche „Anspruch auf besonderen Schutz ihrer Unversehrtheit und auf Förderung ihrer Entwicklung“. „Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, hat Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind.“ In derselben Absicht hält die Verfassung, immer noch im ersten Dutzend der Verfassungsartikel, fest: „Das Gesetz sieht Massnahmen zur Beseitigung von Benachteiligungen der Behinderten vor.“

Konsequenzen

Ungeborene Kinder sind nirgends in der Verfassung von diesem Schutz ausgenommen. Eltern sind deshalb gefragt, diese Werte und Verpflichtungen ernst zu nehmen und hinsichtlich ungeborener Kinder die Würde des Menschen zu achten und zu schützen. Aber auch die Gesetzgeber sind aufgerufen, die Gesetze aufgrund der Verfassungsgrundsätze zugunsten der Würde des Lebens und des Rechts auf Leben zu verändern.

Eine Vernachlässigung dieses Lebensrechts bringt unsägliches Leid mit sich. Wenn der 9. Marsch fürs Läbe am 15. September in Bern die Leiden nach den Abtreibungen thematisiert, dann geht es um Leiden, das gemäss Verfassung gar nicht erst stattfinden sollte. Dieses Leiden kostet aber durch die Gesetzgebung und persönliche Entscheidungen jährlich 10‘000 Kindern in der Schweiz das Leben und belastet zahlreiche Eltern jahre- oder gar lebenslang.